Ein Reiskocher ist ein geduldiges Gerät. Er kocht still und zuverlässig, hält warm und stellt sich ab – und bekommt dafür meist wenig Aufmerksamkeit, wenn es um die Reinigung geht. Bis sich am Innentopf eine hartnäckige weiße Schicht abgesetzt hat, der Deckel nach altem Reis riecht oder der Boden einen festen Stärkefilm trägt.
Dann stellt sich die Frage: Wie reinigt man einen Reiskocher eigentlich richtig?
Was sich im Reiskocher absetzt
Die häufigsten Rückstände sind: eingetrocknete Stärke am Innentopf, Klebereste an der Dampfablass-Klappe oder dem Deckel, und gelegentlich festgebrannte Reisreste am Topfboden.
Stärke ist wasserlöslich – sobald sie eingetrocknet ist, braucht sie Feuchtigkeit und etwas Zeit zum Lösen. Das ist grundsätzlich gut: Man braucht keine aggressiven Reinigungsmittel.
Den Innentopf reinigen
Nach jedem Kochvorgang den Innentopf nach dem Servieren kurz mit warmem Wasser füllen und kurz stehen lassen. Das verhindert, dass Stärkereste festtrocknen und schwer zu lösen werden.
Wenn bereits eingetrocknete Stärke oder leichte Klebereste vorhanden sind: Innentopf mit warmem Wasser befüllen, etwas Spülmittel dazu, 15 bis 30 Minuten einweichen lassen. Danach lassen sich fast alle Rückstände mit einem weichen Schwamm abwischen.
Kein Kratzen mit Metallbesteck oder Stahlwolle – die meisten Innentöpfe haben eine Antihaftbeschichtung, die sich dadurch dauerhaft beschädigen lässt.
Festgebrannte Reste am Topfboden
Wer beim Kochen zu wenig Wasser verwendet oder den Reis zu lange auf Warmhalten gelassen hat, bekommt manchmal festgebrannte Stärke am Boden.
Hier hilft dieselbe Methode wie beim Topf: Wasser mit einem Schuss Spülmittel oder Natron auffüllen, kurz im Reiskocher auf Warmhalten stellen – nicht kochen, das wäre zu heiß für die Beschichtung – und eine Stunde einweichen lassen. Danach löst sich die Schicht meistens ohne Kraftaufwand.
Deckel und Dampfklappe
Der Deckel wird häufig vergessen, dabei ist er oft die Stelle mit dem stärksten Geruch. Kondensierender Dampf hinterlässt Stärkefilm und Geruchsreste.
Den abnehmbaren Innenteil des Deckels, sofern vorhanden, unter fließendem Wasser abspülen. Die Dampfklappe – meistens ein kleines abnehmbares Kunststoffteil – lässt sich in den meisten Modellen herausziehen und separat reinigen. Das sollte regelmäßig passieren, da sich dort Stärke und Feuchtigkeit sammeln.
Ob der Deckel abnehmbar ist und wie, steht in der Geräteanleitung – bei manchen Modellen ist er vollständig abnehmbar, bei anderen nur teilweise.
Das Gehäuse außen
Das Außengehäuse braucht selten intensive Reinigung. Ein feuchtes Tuch reicht meistens. Keine Reinigungsmittel, die in die Lüftungsschlitze oder Bedienelemente gelangen könnten.
Die Heizspirale im Inneren des Gehäuses – der Ring, auf dem der Innentopf sitzt – kann sich ebenfalls mit Stärke besetzen, wenn Reis überläuft. Mit einem leicht feuchten Tuch abwischen, aber nie nass scheuern oder mit Wasser ausgiessen.
Wie oft reinigen?
Innentopf nach jedem Gebrauch. Deckel und Dampfklappe mindestens einmal pro Woche bei regelmäßiger Nutzung. Gehäuse und Heizspirale bei Bedarf oder wenn etwas übergelaufen ist.
Ein Reiskocher, der regelmäßig sauber gehalten wird, riecht neutral, kocht gleichmäßiger und hält deutlich länger. Der größte Fehler ist, ihn einfach zu vergessen – bis die Reinigung aufwendiger wird als nötig.
Wer seinen Reiskocher auch in Bezug auf Klebeproblemen beim Kochen verbessern möchte, findet unter Reis klebt im Reiskocher konkrete Hinweise zu Ursachen und Anpassungen beim Wasserverhältnis und der Sortenauswahl.
